Ein Jahr nach dem Prozess, der ein Finanznetzwerk in Milliardenhöhe zerschlagen hat, leben Sarah Brenner und Stefano Lorenzi im Schwarzwald unter den Namen Sarah Müller und Michael Hoffmann. Ein stilles Häuschen, ein Hund, eine Anstellung als Waldhüter. Aus der Ferne arbeitet Sarah weiter am letzten Boss, der noch auf freiem Fuß ist: Das Puzzleteil, das alles abschließen wird, ist beinahe fertig — noch trägt sie es nur im Kopf.
Dann steht da ein weißer Transporter, geparkt, wo keiner stehen sollte. Dann ein zweiter. Dann nichts mehr. Und für Monate scheint der Frieden echt zu sein.
In das Mietshaus gegenüber zieht ein Paar. Er spricht Italienisch und kommt Stefano in der Einsamkeit eines fremden Landes entgegen. Sie hält sich im Hintergrund, unauffällig. Nach drei Jahren des Schweigens lässt Stefano eine Freundschaft zu.
Sarah beobachtet. Sie hat den Preis für falsches Vertrauen schon einmal bezahlt — und sie kann nicht aufhören hinzusehen.
Wer von beiden schlägt zuerst zu? Die finale Abrechnung der Reihe Brenner-System beginnt mit einer Tasse Kaffee, über den Gartenzaun hinweg gereicht.
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